Blutbad am Mara-Fluss
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Blutbad am Mara-Fluss

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Die Migration der Gnus und Zebras durch Serengeti und Masai Mara – und eine Flussüberquerung am Mara Fluss, die einem Krokodilopfer ein unerwartetes Ende bescherte.

Die Migration in den Ostafrikanischen Parks der Serengeti und Masai Mara mitzuverfolgen, ist ein eindrückliches Erlebnis. Hunderttausende von Gnus und Zebras folgen in den Weiten der Savanne instinktiv den Regenfällen. Wo es regnet wächst Gras. Die Wanderung folgt dabei einem jährlich wiederkehrenden Rhythmus. Zweimal im Jahr sind die Herden dabei gezwungen, den Mara Fluss im Masai Mara Reservat in Kenia zu durchqueren. Ein gefährliches Unterfangen! Dem Beobachter präsentiert sich ein Schauspiel von unglaublicher Intensität und Brutalität. Das Naturgesetz «Fressen und gefressen werden» erhält dabei ein reales Gesicht.

Krokodile liegen auf einem Felsen im braunen Wasser des Mara Flusses
Krokodile auf einem Felsen im Mara Fluss

Die bis zu sieben Meter langen Krokodile des Mara Flusses haben sich auf die jährlich wiederkehrende Migration eingestellt und finden sich an den für die Herden geeigneten Passagen ein. Ein wahrer Festschmaus mit leichter Beute! Die Echsen brauchen nur im Fluss zu liegen und nach Belieben zuzuschnappen, um sich sattzufressen.

Eine grössere Herde von mehreren hundert Gnus ist am Fluss angelangt und wagt sich zögerlich an den Rand des Wassers. Die Gefahr ist ihnen instinktiv bewusst, aber auf der anderen Seite warten die noch grünen Gräser des Maras. Eine erste Gruppe wagt sich an den Wasserrand. Von hinten drängen weitere Gruppen nach und die Ersteren ins Wasser. Zuerst zögerlich und dann entschlossen schwimmen sie Richtung gegenseitiges Ufer.

Der Moment der Krokodile ist gekommen. Pfeilschnell tauchen sie aus dem Wasser auf und schnappen sich hier und dort ein Opfer. Die Gnus haben keine Chance und wirken in den riesigen Gebissen ihrer Angreifer wie gelähmt. Derweil verfärbt sich das sonst bräunliche Wasser des Maras blutrot. So unglaublich chaotisch, intensiv und brutal wirkt das Naturschauspiel, dass es einem vorkommt, als träume man einen surrealen Traum. Unser Blick fällt auf ein Gnu, das regungslos zwischen dem Gebiss einer Echse steckt. Erstaunt beobachten wir, wie das Krokodil das Gnu nach kurzer Zeit wieder freilässt. Noch mehr staunen wir, wie das Gnu zögernd, wohl seinem eigenen Glück noch nicht trauend, nach ein paar Sekunden ans andere Ufer schwimmt und scheinbar völlig unverletzt aus dem Wasser steigt. Noch etwas benommen vom Erlebnis trifft es wenig später auf den Rest der Herde.

Ein Gnu steht auf der offenen Savanne und schaut in die Kamera
Gnu in der Savanne

Fazit: Krokodile, haben zwar das Image von wilden Bestien, aber auch sie scheinen nicht nur einfach zu töten, um des Tötens Willen. Scheinbar vollgefressen, hat das Krokodil sein Opfer freigelassen. Dass das Gnu dabei unverletzt blieb, scheint bei den scharfen Zähnen der Krokodile eine reine Glückssache gewesen zu sein und dürfte weniger mit einer sorgsamen Behandlung des Opfers zu tun gehabt haben.

Serengeti und Masai Mara

4 Orte

  1. 1NairobiStart
  2. 2Masai MaraReservat in Kenia
  3. 3Mara FlussFlussüberquerungen der Migration
  4. 4SerengetiNationalpark in Tansania

Kartendaten: OpenStreetMap-Mitwirkende

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