Baskenland – Kunst, Küste und ein Abstecher nach Burgos
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Baskenland – Kunst, Küste und ein Abstecher nach Burgos

Unterwegs5 Min. Lesezeit

Zwischen Bilbaos glänzendem Titan, den Stränden von San Sebastián und den stillen Skulpturen von Chillida Leku zeigt sich das Baskenland voller Kontraste. Zum Abschluss führt die Reise nach Burgos – von moderner Kunst zu filigraner Gotik.

Eine Reise im Juni 2023: Bilbao und das Guggenheim Museum, eine Fahrt entlang der Küste, San Sebastián am Meer, Eduardo Chillidas Skulpturenpark und die Kathedrale von Burgos.

Bilbao: eine Stadt mit zwei Gesichtern

Die Reise beginnt im Juni 2023 in Bilbao. Schon die ersten Stadtbilder zeigen, dass die baskische Metropole weit mehr zu bieten hat als ihr berühmtes Museum. Vor dem Teatro Arriaga öffnet sich ein weiter Platz. Menschen gehen über das Pflaster, bleiben stehen oder betrachten die Fassade. Über ihnen ziehen helle Wolken durch den blauen Himmel. Das Theater mit seinen Säulen, Figuren und kleinen Kuppeln setzt einen festlichen Akzent am Rand der Altstadt.

Teatro Arriaga in Bilbao mit verzierter Fassade und Menschen auf dem Vorplatz
Das Teatro Arriaga am Rand der Altstadt von Bilbao

Ein anderes Bild der Stadt entsteht am Abend beim Palacio Foral. Die Strassenlampen leuchten bereits, das letzte Tageslicht bleibt noch zwischen den Bäumen hängen. Der kräftige Steinbau mit seinen Balkonen und dem reich geschmückten Eingang wirkt beinahe wie eine Kulisse. Neben der repräsentativen Architektur gehören aber auch Velospuren, Fussgängerstreifen und der alltägliche Verkehr zum Bild. Bilbao ist keine Museumsstadt unter einer Glasglocke.

Palacio Foral in Bilbao bei einsetzender Dämmerung mit beleuchteten Strassenlampen
Abendstimmung am Palacio Foral in Bilbao
Schwarzweissaufnahme einer Fensterreinigungsgondel an einer gläsernen Hochhausfassade in Bilbao
Fensterreinigung am Iberdrola-Turm - als würde er sich im Nichts auflösen

Das Guggenheim: Architektur am Fluss

Am Ufer des Nervión wechselt die Formensprache vollständig. Statt gerader Fassaden bestimmen geschwungene Flächen und metallische Rundungen das Bild. Das Guggenheim Museum scheint je nach Blickwinkel aus anderen Teilen zusammengesetzt zu sein. Seine Titanhaut nimmt das Licht auf; dahinter erhebt sich der schlanke Iberdrola-Turm. Links setzt der rote Bogen der La-Salve-Brücke einen kräftigen Farbakzent.

Gerade von der Brücke aus lässt sich das Zusammenspiel von Wasser, Wegen und Gebäuden gut erkennen. Das Museum steht nicht isoliert da, sondern prägt einen ganzen Stadtraum. Die Aufnahme verbindet mehrere Ebenen: vorne das grüne Geländer, darunter das Wasser und dahinter die silbrige Architektur. Ein Blick, der Bilbaos moderne Seite auf den Punkt bringt.

Guggenheim Museum Bilbao am Nervión mit rotem Bogen der La-Salve-Brücke und Iberdrola-Turm
Das Guggenheim Museum Bilbao und der rote Bogen der La-Salve-Brücke
Geschwungene Titanflächen des Guggenheim Museums Bilbao im Sonnenlicht
Licht und Formen an der Titanfassade des Guggenheim Museums
Mit bunten Blumen bepflanzte Hundeskulptur Puppy vor dem Iberdrola-Turm in Bilbao
Jeff Koons’ «Puppy» vor dem Iberdrola-Turm in Bilbao

Die Küstenetappe: über Bakio, Gaztelugatxe und Lekeitio nach San Sebastián

Von Bilbao führt diese Tagesetappe zuerst nach Bakio. Der weite Sandstrand und die grünen Hügel geben den Auftakt zu einem Tag an der baskischen Küste. Nach dem Metallglanz des Guggenheim bestimmen nun Sand, Meer und die offenen Ausblicke das Bild.

Badegäste an einem weiten Sandstrand der baskischen Küste mit grünen Hügeln im Hintergrund
Strandtag in Bakio im Baskenland

Die nächste Station ist San Juan de Gaztelugatxe. Schon der gelbe Wegweiser kündigt das Ziel an: die kleine Felseninsel mit ihrer Einsiedelei, die über eine Steinbrücke und einen Treppenweg mit dem Festland verbunden ist. Das kräftige Gelb vor dem Holzzaun und dem Blattgrün setzt einen ganz eigenen Farbakzent auf dieser Küstenetappe.

Gelber Wegweiser mit der Aufschrift Gaztelugatxe an einem Holzzaun unter grünen Bäumen
Der Wegweiser nach San Juan de Gaztelugatxe

Weiter geht es nach Lekeitio. Hier steht die Basílica de la Asunción de Santa María unter einem hellen Himmel. Ihr spitzes Portal, die Fensterrose und der hohe Glockenturm gliedern die gotische Fassade. Zum steinernen Stadtbild kommt wieder die Küste hinzu: türkisfarbenes Wasser, Sand und grüne Hügel. Von Lekeitio führt die Route schliesslich nach San Sebastián.

Gotische Kirche mit Spitzbogenportal, Fensterrose und hohem Glockenturm unter blauem Himmel
Basílica de la Asunción de Santa María - Leikeitio
Türkisfarbenes Meer und Badende an einer Sandbank vor einem grünen Küstenhügel
Türkisfarbenes Wasser und grüne Hügel an der baskischen Küste

San Sebastián: Strand und Stadt in einem

San Sebastián, auf Baskisch Donostia, empfängt die Reise mit seiner weiten Bucht. Am Strand von La Concha ist der Sand im Abendlicht dunkel und glatt; die Häuser ziehen sich als helle Linie am Ufer entlang. Hinter ihnen rahmen grüne Hügel die Stadt. Meer und Stadt liegen hier so nahe beieinander, dass ein Strandspaziergang zugleich ein Stadtspaziergang ist.

Blick vom Monte Igueldo über blühende Hortensien auf die Bucht von La Concha mit der Insel Santa Clara und der Stadt San Sebastián
Blick vom Monte Igueldo über blühende Hortensien auf die Bucht von La Concha
Weiter Sandstrand der La-Concha-Bucht in San Sebastián mit Häusern am Ufer und Hügeln im Hintergrund
Die Bucht von La Concha in San Sebastián
Panorama von San Sebastián mit der Kathedrale Buen Pastor, roten Dächern und grünen Hügeln
Blick über San Sebastián mit der Kathedrale Buen Pastor

Chillida Leku: Kunst braucht Raum

Am 18. Juni führt die Bildfolge nach Chillida Leku bei Hernani. Eduardo Chillidas Skulpturen stehen hier zwischen Bäumen und auf offenen Wiesen. Der Park gibt ihnen Abstand voneinander – und damit Raum, ihre Wirkung zu entfalten. Die Kunst ist nicht von der Landschaft getrennt. Grün, Schatten und Himmel gehören zum Blick auf jedes einzelne Werk.

Massive Stahlskulptur mit geometrischen Öffnungen vor Bäumen und Wiese in Chillida Leku
Stahl, Leerräume und Grün in Chillida Leku
Geschwungene Metallskulptur auf einem Sockel zwischen grünen Bäumen
Geschwungene Formen vor dem Grün der Bäume

Burgos: ein Abstecher in die Gotik

Der letzte Teil der Reise führt über das Baskenland hinaus nach Burgos in Kastilien und León. Nach Chillidas reduzierten Formen folgt nun eine Architektur, die kaum eine Fläche ungeschmückt lässt. In der Kathedrale ziehen vergoldete Figuren und fein gegliederte Altäre den Blick auf sich. Heller Stein bildet den ruhigen Rahmen für die dichten Reihen von Heiligenfiguren.

Südseite der Kathedrale von Burgos mit Vierungsturm und durchbrochenem Fassadenturm unter blauem Himmel mit Quellwolken, davor ein weiter gepflasterter Platz mit Spaziergängern
Die Südseite der Kathedrale von Burgos, vom Platz aus gesehen
Vergoldeter Altar mit mehreren Reihen von Heiligenfiguren in der Kathedrale von Burgos
Ein reich vergoldeter Altar in der Kathedrale von Burgos

Ein Blick nach oben eröffnet eine weitere Welt aus Farben, Gold und Ornamenten. Die reich geschmückte Decke wirkt fast wie ein eigenes Bild. Wo in Chillida Leku das Grün durch die Skulpturen schimmerte, füllt hier der Schmuck die gewölbten Flächen. Beide Orte laden zum genauen Hinsehen ein – nur auf völlig unterschiedliche Weise.

Reich verzierte Decke mit vergoldeten Ornamenten und farbigen Bildfeldern in der Kathedrale von Burgos
Ein Blick nach oben: Farben und Gold in der Kathedrale von Burgos

Am Abend öffnet sich die Plaza Mayor unter einem dramatischen Wolkenhimmel. Hinter den Häusern ragen die Spitzen der Kathedrale auf. Menschen verteilen sich über den weiten Platz, während die warmen Fassadenfarben den Himmel aufnehmen. Am nächsten Tag zeigt die Nahaufnahme der gotischen Turmspitzen, wie filigran Stein wirken kann: Fialen, Figuren und durchbrochene Formen stehen dicht beieinander und zeichnen sich gegen den Himmel ab.

Plaza Mayor von Burgos mit farbigen Häuserfassaden und Kathedralspitzen unter einem Wolkenhimmel
Die Plaza Mayor in Burgos unter einem eindrucksvollen Abendhimmel
Filigrane gotische Turmspitzen und Steinfiguren der Kathedrale von Burgos
Filigrane Gotik an der Kathedrale von Burgos
Kathedrale von Burgos mit gotischen Türmen über den roten Dächern der Stadt, Bäume im Vordergrund
Die Kathedrale von Burgos über den Dächern der Stadt

Am 20. Juni endet die Reise. Hinter ihr liegen grosse Gegensätze: eine Stadt am Fluss, Strände am Atlantik, Skulpturen im Grünen und eine Kathedrale voller Details. Zusammen ergeben sie ein vielseitiges Bild dieser Junireise – mit dem Baskenland als Mittelpunkt und Burgos als eindrucksvollem Schlusspunkt.

Die Hauptstationen der Junireise 2023

7 Stationen – von Bilbao bis Burgos

  1. 1Bilbao — Teatro Arriaga und Guggenheim Museum; Start der Küstenetappe
  2. 2Bakio — Sandstrand an der baskischen Küste
  3. 3San Juan de Gaztelugatxe — Felseninsel mit Einsiedelei
  4. 4Lekeitio — Basílica de la Asunción de Santa María und Küste
  5. 5San Sebastián / Donostia — La-Concha-Bucht; Ziel der Küstenetappe
  6. 6Chillida Leku, Hernani — Eduardo Chillidas Skulpturenpark
  7. 7Burgos — Kathedrale und Plaza Mayor

Kartendaten: OpenStreetMap-Mitwirkende

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