Der längste Tag
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Der längste Tag

Trekking12 Min. Lesezeit

Kurz nach Mitternacht geht es los am Barafuu-Camp. Vierzehn Stunden später erreichen wir erschöpft, aber glücklich die Horombo-Hütte – dazwischen liegt das Dach Afrikas. Mit nützlichen Tipps zu Kilimandscharo-Besteigungen.

Julius, unser Führer, weckt uns um 23.30 Uhr für den Aufstieg zum Gipfel. Hatte ich überhaupt geschlafen, oder war es nur ein traumähnlicher Wachzustand? Ich fühle mich so fit, wie es nach vier langen Tageswanderungen auf dieser Höhe eben möglich ist. Jeder hängt seinen eigenen Gedanken nach, während wir uns im Lichtkegel der Stirnlampen auf den Abmarsch vorbereiten.

Zeltlager mit Blick auf den Kibo
Morgen im Lager – der Kibo immer im Blick

Kurz nach Mitternacht marschieren wir los. Das Barafuu-Camp auf der Machame-Route am Kilimandscharo liegt auf rund 4600 m ü. M. Vor uns liegt der steile Aufstieg am Aussenkrater hoch zum Stella Point auf 5745 m ü. M. 1100 Höhenmeter, die es in sich haben. Der Himmel ist bedeckt, und entsprechend ist es für die Höhe mit plus zwei Grad recht mild. Dafür ist es so dunkel, dass man auf die Stirnlampe angewiesen ist. Nichts mit Wanderung im Mondschein, aber Romantik wäre bei der dünnen Luft wohl zu viel verlangt. Vielleicht ist es ja gut so, dass wir die Geröllhalde aus losem Lavagestein, gegen die wir die nächsten Stunden ankämpfen werden, nicht sehen können.

Zelte im Hochlager des Kilimanjaro
Das Camp wird aufgebaut, während die Sonne noch wärmt
Zwei Bergsteiger im steilen Geröll am Aussenkrater des Kilimanjaro
Loses Lavagestein am Aussenkrater – Schritt für Schritt aufwärts

Die dünner werdende Luft zerrt mehr und mehr an den Kräften. Jörg hinter mir kämpft sich durch die Symptome seiner Magen- und Darmverstimmung. Ich bewundere seinen eisernen Willen, selbst unter diesen Umständen nicht aufzugeben, und es spornt mich an, es ihm gleich zu tun.

Kurz vor 06.00 Uhr ergibt sich die Nacht dem afrikanischen Tag. Immer wieder überrascht mich, wie schnell das in der Nähe des Äquators geht. Eben noch pechschwarze Dunkelheit, und schon ist die Stirnlampe überflüssig. Kurz darauf erreichen wir den Stella Point und bewundern den in vielen Büchern so poetisch beschriebenen «Sunrise over Africa». Es macht sich Euphorie breit. Von hier sind es nur noch eine gute Stunde und 150 Höhenmeter bis zum Ziel unserer Träume. Entlang des Kraterrands steigen wir dem Gipfel entgegen.

Gipfelschild am Uhuru Peak, 5895 Meter über Meer
Uhuru Peak, 5'895 m ü. M. – das Dach Afrikas

Kurz vor 07.30 Uhr stehen wir auf dem Uhuru Peak auf 5895 m ü. M. Die viel gerühmte Aussicht vom Dach Afrikas wirkt durch den Stolz auf die vollbrachte Leistung noch schöner. Glückwünsche, Umarmungen, ein paar Gipfelfotos — und schon hält uns der Führer an, den Abstieg unter die Füsse zu nehmen. Eisige Kälte, dünne Luft und Übermüdung sind Feinde, die auf dieser Höhe nicht zu unterschätzen sind. Zudem liegt noch ein langer Abstieg vor uns.

Geradezu leichtfüssig bergab

Im Vergleich zum Aufstieg geht es leichtfüssig bergab. Am Gillman's Point führt die Route wiederum über den Aussenkrater steil hinunter zur Kibo-Hütte auf der Marangu-Route. Geradezu übermütig stürzen wir uns in die Geröllhalde, während sich noch Aufsteigende mühevoll am Aussenkrater hocharbeiten. Nach einer Rast in der Kibo-Hütte auf 4700 m ü. M. geht es auf einem leicht abfallenden, gut ausgebauten Weg weiter zur Horombo-Hütte auf 3800 m ü. M. Gegen 14.00 Uhr und nach beinahe 14 Stunden erreichen wir erschöpft, aber glücklich unser Tagesziel.

Zeltlager unterhalb des Kibo im Abendlicht
Das Lager unterhalb des Kibo – der Gipfel scheint zum Greifen nah
Gruppe beim Morgenkaffee im Lager am Kilimanjaro
Morgenkaffee im Lager – noch ahnt niemand, wie lang der Tag wird
Träger mit schweren Lasten auf dem Weg zum nächsten Camp
Die Träger unterwegs – ohne sie wäre keine Besteigung möglich

Ob sich die Strapazen gelohnt haben?

Auf jeden Fall. Die Strapazen der vergangenen Tage sind schnell vergessen. In Erinnerung bleiben vor allem die eindrücklichen Wanderungen durch die abwechslungsreichen Vegetationszonen und die teils lustigen Zwischenfälle, die aus einer Handvoll Individualisten innert weniger Tage am Berg eine verschworene Gruppe machen. Beim Bergsteigen sucht wohl jeder seinen ganz persönlichen Nutzen — und findet ihn hoffentlich auch. Ich halte mich an die Philosophie: Der Weg ist und bleibt das Ziel. Eine Kilimandscharo-Besteigung lohnt sich nicht nur wegen des Gipfels. Besonders in den unteren Regionen ist sie eine äusserst lohnende Entdeckungsreise durch Flora und Fauna. In den oberen Regionen führt der Weg zunehmend ins eigene Ich. Man entdeckt sich gewissermassen selbst — zum Beispiel, dass man zu mehr Leistung fähig ist, als man sich manchmal zugetraut hätte.

Blühende Protea in der Heidezone des Kilimanjaro
Blühende Protea – die Flora des Berges ist eine Reise für sich

Nützliche Informationen und Tipps zu Kilimandscharo-Besteigungen

Professionelle Organisation ist das A und O

Einmal auf dem höchsten Gipfel Afrikas zu stehen, ist der Wunsch vieler begeisterter Wanderer und Bergsteiger. Um dieses Ziel zu erreichen, braucht es neben guter Fitness und gezielter Vorbereitung einen professionellen Veranstalter, der die lokalen Verhältnisse nicht nur vom Hörensagen kennt. Für eine individuelle Organisation kann ich den von mir 1994 mitgegründeten spezialisierten Reiseveranstalter Let's go Tours in Schaffhausen empfehlen. Für geführte Gruppenreisen mit fixen Daten empfehle ich Kaufmann Trekking in Brunnen. Beide Firmen verfügen über jahrzehntelange Erfahrung in der Organisation von Kilimandscharo-Besteigungen.

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Besteigung

Die eigene Erfahrung — ich habe den Kilimandscharo zweimal über unterschiedliche Routen bestiegen — hat gezeigt, dass eine erfolgreiche Besteigung von verschiedenen Faktoren abhängt: körperlicher Verfassung, Ausrüstung, individueller Fähigkeit zur Höhenakklimatisierung, Routenwahl und Wetterglück. Bei der Machame-Route sind gute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit Voraussetzung. Bei den anderen Routen ist dies nicht der Fall. Wichtig ist jedoch in jedem Fall eine gute Kondition. Entsprechend empfiehlt sich ein gezieltes Konditionstraining im Ausdauerbereich, zum Beispiel Joggen oder Radfahren, kombiniert mit Wander- und/oder Bergtouren in den Alpen. Auch wenn während der Besteigung «nur» der Tagesrucksack getragen werden muss, empfiehlt sich gelegentliches Training am Berg mit einem Rucksack von 6 bis 8 Kilogramm Gewicht.

Zeitlicher Aufwand

Für die Besteigung des Kilimandscharo sollte man je nach Routenwahl sieben bis acht Tage ohne An- und Abreise von und nach Europa einkalkulieren. Aufgrund der Höhenlage bis knapp unter sechstausend Meter empfiehlt es sich, zur besseren Akklimatisierung ein bis zwei Tage mehr am Berg einzuplanen als unbedingt nötig. Bei allen Routen besteht die Möglichkeit, auf verschiedenen Höhenlagen Zusatztage zur Höhenakklimatisierung einzubauen. Erfahrung und medizinische Erkenntnisse zeigen, dass eine behutsamere Angewöhnung an die Höhe zu weniger Symptomen der Höhenkrankheit wie Kopfweh, Übelkeit oder Schlaflosigkeit führt und die Erfolgschancen, den Gipfel zu erreichen, überproportional steigern. Mit der Höhenkrankheit gilt es nicht zu spassen! Bei später Ankunft am Anreisetag, zum Beispiel aufgrund der Flugzeiten, empfiehlt sich ausserdem ein Zusatztag im gewählten Basishotel. Dies erlaubt es, den ersten Tag geruhsam und stressfrei anzugehen und die letzten Vorbereitungen zu treffen.

Die richtige Routenwahl

Am Kilimandscharo lohnt es sich, die Routen mit den eigenen Wünschen und Vorstellungen abzugleichen. Abgesehen von der Unterkunftsart — Zelt oder Hütte — gelten vor allem Akklimatisierung, landschaftliche Abwechslung und Schwierigkeitsgrad als wichtige Auswahlkriterien. Die einfachste, aber auch am häufigsten begangene Route ist die Marangu-Route. Der Auf- und Abstieg erfolgt auf demselben Weg. Entsprechend ist diese Route etwas weniger abwechslungsreich. Die in diesem Bericht erwähnte Machame-Route ist eine reine Zeltroute und bietet deutlich mehr Abwechslung in Bezug auf Landschaft, Flora und Fauna. Andererseits fallen auf dieser Seite des Berges statistisch etwas mehr Niederschläge, und die Route ist anstrengender als die Marangu-Route. Die in einem weiteren Blogbeitrag beschriebene Rongai-Route empfiehlt sich ebenfalls für jene, die Zelte den Hütten vorziehen. Sie ist technisch anspruchslos, verfügt über ausgezeichnete Wege und erlaubt eine sehr gute Akklimatisierung. Einzig der relativ lange Anfahrtsweg durch eine durchaus schöne Landschaft entlang der kenianischen Grenze zum Ausgangspunkt ist ein kleiner Nachteil.

Gruppen- oder Individualreise?

Der Entscheid, ob du dich einer Gruppe unter der Führung eines Reiseleiters oder Bergführers ab der Schweiz anschliesst oder die geplante Besteigung lieber individuell unternimmst, hängt von verschiedenen, teils sehr persönlichen Faktoren ab. Wenn du über wenig bis gar keine Reiseerfahrung und/oder über keine oder nur sehr geringe Englischkenntnisse verfügst, ist in den meisten Fällen die Gruppenvariante vorzuziehen. Reist du hingegen lieber individuell und unabhängig, empfehle ich dir die gewählte Besteigung als Individualreise. Auch in diesem Fall ist alles bis ins kleinste Detail und mit der gleichen Sorgfalt für dich organisiert. Zudem wirst du auch hier von einem professionellen Team begleitet.

Bergführer – Träger – Köche

Unabhängig davon, ob du als Gruppe oder individuell reist, wirst du in jedem Fall von lokalen, professionellen und erfahrenen Bergführern begleitet. Diese Bergführer stellen jeweils ihr eigenes Team aus Assistenzbergführern, Köchen und Trägern zusammen. Da die Logistik für die Besteigungen relativ aufwendig ist, braucht es pro zwei Kunden mindestens zwei Führer, drei bis vier Träger und einen Koch. Bei mehreren Gästen oder einer grösseren Gruppe bildet sich zusammen mit dem Begleittross zuweilen eine kleine bis grössere Karawane, die dem Ganzen einen beeindruckenden Expeditionscharakter verleiht. Die Bergführer sprechen Englisch, wenn auch nicht immer fliessend, und kennen sich auch mit Flora und Fauna gut aus. Sie werden regelmässig in Erster Hilfe geschult, und ihre grosse Erfahrung hilft ihnen, zum Beispiel Höhenkrankheiten rechtzeitig zu erkennen und die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Der Gipfel geht durch den Magen

Die Köche vollbringen am Berg trotz einfachster Hilfsmittel wahre kulinarische Wunder. Täglich werden dir nach dem Aufstehen Kaffee und Tee serviert. Anschliessend folgt ein nahrhaftes warmes und kaltes Frühstück im Esszelt, auf Campingstühlen und an einem Tisch. Das Mittagessen besteht zum Beispiel aus Sandwiches und Früchten und wird dir je nach Tagesroute entweder als Lunchpaket für die Wanderung mitgegeben oder im Camp mit einer heissen Suppe ergänzt und serviert. Zum Abendessen folgt ein reichhaltiges Mehrgangmenü, zum Beispiel mit Kartoffeln, Fleisch, Geflügel und viel Gemüse. Am Morgen kannst du vor dem Abmarsch jeweils abgekochtes warmes oder kaltes Wasser nachfüllen. Zur Deckung des Energiebedarfs zwischendurch empfiehlt sich die Mitnahme von Snacks wie Energieriegeln, Dörrfrüchten oder Schokolade.

So wohnst du: vor und nach der Besteigung

Es ist in den meisten Fällen sinnvoll, bei einer Kilimandscharo-Besteigung die erste Nacht in Arusha, respektive in Moshi oder Marangu zu verbringen. Je nach den Plänen für die Weiterreise nach der Besteigung ist hier möglicherweise eine weitere Nacht am Schluss notwendig.

So wohnst du: während der Besteigung

Grundsätzlich wird zwischen Unterkünften in festen Hütten mit Massenlagern und Übernachtungen in Zelten unterschieden. Die einzige Route, auf der feste Hütten zur Verfügung stehen, ist die Marangu-Route. Bei allen anderen Routen übernachtet man in Zelten, die von den Trägern mitgeführt werden. Lass dich deshalb je nach Route nicht von Bezeichnungen wie «Hut» oder «Cave» irreführen. Auch wenn diese Bezeichnungen für die Campingplätze bestehen, findet die Übernachtung in jedem Fall in Zelten statt. Was ist besser? Hütten haben den Vorteil, dass sie insbesondere bei schlechtem Wetter besseren Schutz vor Kälte und Nässe bieten. Ausserdem schläft man auf einer besser gepolsterten Unterlage. Sie haben aber auch den Nachteil, dass man sein Lager mit fremden Menschen teilt und deshalb weniger Privatsphäre hat als im Zelt. Bei Zeltunterkünften schläft man auf ausgewiesenen Zeltplätzen in Zelten. Wenn zwei Personen miteinander reisen, teilen sie normalerweise ein Zelt. Auf Verlangen und gegen einen kleinen Zuschlag kannst du auch ein Zelt pro Person haben. Die Qualität der eingesetzten Zelte entspricht den hohen Anforderungen, um unter diesen klimatischen Bedingungen die Nacht trocken zu verbringen. Sowohl bei der Hütten- als auch bei der Zeltvariante ist ein guter, kältesicherer Schlafsack notwendig. Insbesondere bei Zelttouren sollte dieser bis ca. -20 °C tauglich sein. Die lokalen Organisationen vermieten Schlafsäcke und Gummimatten — meist eine spezielle, dicke Version — von meist ausgezeichneter Qualität. Diese werden nach jeder Tour gereinigt. Falls du also nicht deinen eigenen Schlafsack mitnehmen willst, reicht das aus. In diesem Fall empfiehlt sich als zusätzliche Hygienemassnahme ein praktischer kleiner Innenschlafsack aus Seide. Das Mitnehmen einer eigenen luftgepolsterten Schlafmatte ist nicht zwingend, wenn man die erwähnten Matten mietet.

Hygiene und sanitarische Einrichtungen

Auf den Routen am Kilimandscharo befinden sich bei den Übernachtungsplätzen WC-Anlagen. Auf Routen an anderen Bergen fehlen diese zum Teil gänzlich oder teilweise. Fliessendes Wasser gibt es nur mit wenigen Ausnahmen, zum Beispiel auf der Marangu-Route in den unteren drei Hütten. Normalerweise bekommt man am Morgen etwas heisses Wasser, um sich frisch zu machen. Die Mitnahme von Feuchttüchlein und einer Rolle WC-Papier ist unbedingt empfehlenswert.

Ausrüstung & Bekleidung

Gepäck, das du für eine spätere Weiterreise, zum Beispiel für Safari und/oder Badeferien, brauchst, wird im Basishotel oder bei der lokalen Agentur unter Verschluss zurückgelassen. Zur Aufbewahrung empfiehlt sich eine zusätzliche faltbare Tasche. Die Ausrüstung und Bekleidung für die Besteigung sollte praktisch, leicht, atmungsaktiv und vor allem wasserdicht sein. Eine ausführliche Ausrüstungsempfehlung wird von den Veranstaltern bei Buchung abgegeben. Die beiden nachstehend aufgeführten Gepäckbeschreibungen dienen als nicht abschliessende erste Orientierung. Daneben empfiehlt sich grundsätzlich trekkingerprobte, atmungsaktive Bekleidung im mehrschichtigen System. Trekkingstöcke sind empfehlenswert, aber nicht zwingend.

Das Gepäck: dein Tagesrucksack

Im Tagesrucksack befindet sich alles, was du während des Tages selbst brauchst und trägst. Kurz gesagt: so viel wie nötig und in deinem eigenen Interesse so wenig wie möglich. Das Gepäckstück sollte einigermassen wasserdicht sein und über einen zusätzlichen Regenschutz verfügen. Nachstehend eine Empfehlung für den Inhalt:

  • Regenhose & Regenjacke oder Pellerine (multifunktional, atmungsaktiv, z.B. Goretex)
  • Pullover (z.B. Fleece)
  • Sonnenhut oder Basecap
  • Regenschutz für den Rucksack (Pellerine)
  • Handschuhe
  • Erste-Hilfe-Set
  • Zwischenverpflegung (Energie-, Schokoriegel, Traubenzucker etc.)
  • Trinkwasserflasche oder Trinksystem mit insgesamt mindestens 2 bis 3 Litern Inhalt
  • Fotoapparat
  • Feldstecher (allenfalls aus Gewichtsgründen darauf verzichten!)
  • Lunchbox (wird jeweils am Morgen abgegeben)
  • Sonnencrème & Lippenschutz
  • Sonnenbrille

Das Gepäck: dein Hauptgepäck

Dieses wird von den Trägern oder «Porters» von Camp zu Camp getragen. Normalerweise laufen die Träger noch vor dir los und sind aufgrund ihrer Fitness und oft auch wegen abkürzender Routenwahl vor dir im Camp. Entsprechend siehst du dein Hauptgepäck während des Tages jeweils nicht. Auch hier gilt im Interesse der Träger: so wenig wie möglich, so viel wie nötig. Eine Regelung des «Kilimanjaro Porters Assistance Project» bestimmt, dass das dem Träger übergebene Gepäck des Kunden nicht mehr als 20 Kilogramm wiegen sollte. Ich bin sowieso der Meinung, dass 15 Kilogramm unter Berücksichtigung des benötigten Materials mehr als ausreichen sollten. Das Gepäck wird vor der Übergabe an die Träger gewogen, um die Durchsetzung dieser Regelung zu gewährleisten. Bedenke auch, dass die Träger zusätzlich zu deinem Gepäck ihre eigene Ausrüstung tragen müssen. Aufgrund der oft heftigen Regenfälle ist es sehr wichtig, dass dieses Gepäckstück absolut wasserdicht ist. Ich empfehle dir anstelle eines klassischen Rucksacks eine wasserdichte Reissverschlusstasche mit Tragsystem, zum Beispiel den Ortlieb X-Tremer XXL 130L. Diese hat auch den Vorteil, dass der Inhalt beim Öffnen des Reissverschlusses im Gegensatz zum Rucksack einfacher auffindbar ist.

Eine Empfehlung für den Inhalt:

  • Schlafsack (bis -20 °C)
  • Schlafmatte (die gemietete dicke Variante wird von den Portern separat getragen)
  • Ersatzunterwäsche & -socken
  • Thermounterwäsche für die höheren Lagen und kalte Tage
  • Wollmütze und warme Handschuhe für die höheren Lagen und kalte Tage
  • Gamaschen als Schutz gegen Kieselsteine (für den Aufstieg am Krateraussenrand)
  • Ski- oder Sturmbrille
  • Zwischenverpflegung (für die Folgetage)
  • Hygienebeutel (Zahnbürste etc.)
  • WC-Papierrolle und Feuchttüchlein
  • leichte Ersatzschuhe für abends im Camp
  • Trekking-/Stirnlampe

Trinkgelder

Trinkgelder sind im verrechneten Preis nicht zwingend inbegriffen, freiwillig und werden trotzdem erwartet. Meist erhältst du bei Buchung über einen professionellen Veranstalter mit der Reisedokumentation eine detaillierte Empfehlung. Bei einer durch einen Reiseleiter oder Bergführer begleiteten Reise wird die Übergabe der Trinkgelder von dieser Begleitung organisiert.

Kilimanjaro-Aufstieg

10 Stationen – von Arusha bis Marangu

  1. 1ArushaStart
  2. 2Machame Gate
  3. 3Shira Camp
  4. 4Barranco Camp
  5. 5Barafu Camp
  6. 6Uhuru Peak5895 m
  7. 7Kibo Hütte
  8. 8Horombo Hütte
  9. 9Mandara Hütte
  10. 10MaranguZiel

Kartendaten: OpenStreetMap-Mitwirkende

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