Während Städte-Trips kann man für kurze Zeit in eine völlig andere, pulsierende Welt eintauchen und dabei eine geballte Ladung fremdartige Kultur erleben. Eine Stadt, die ich immer wieder gerne besuche ist London: Hier kann ich einer meiner Leidenschaften – dem Besuch von Kunstmuseen - nachgehen. London bietet davon eine ausserordentlich breite Auswahl und der Besuch der ständigen Ausstellungen ist mit wenigen Ausnahmen erst noch kostenlos.
Tolle Sammlungen, hervorragende Ausstellungen
Ob in der National Gallery, National Portrait Gallery, im Tate Britain Museum oder dem Tate Modern Museum – die Kollektionen sind unübertroffen und die regelmässigen thematischen Ausstellungen von erster Güte. So viel Kultur macht hungrig. Ein Lunch im Restaurant der National Portrait Gallery muss für mich immer sein. Das Essen ist ausgezeichnet, der Service freundlich und aufmerksam und die Sicht über London phänomenal. Wem nach so vielen Museumsbesuchen der Kopf schwirrt und nach frischer Luft durstet, dem empfehle ich eine Schifffahrt auf der Themse zum Schloss Hampton Court. Der Besuch des Schlosses ist für Geschichtsinteressierte ein Muss! Ein Tipp: Die Schifffahrt unternimmt man am besten an einem Sonntagmorgen zwischen April und Oktober. Dann sind die Temperaturen nicht mehr zu kühl und trainieren die Mitglieder der zahlreichen Ruderclubs auf dem Fluss - ein beeindruckendes Schauspiel! Zurück ins Zentrum geht es dann mit dem Schnellzug.
Der Nullmeridian
Sollte die Sonne länger scheinen – das abwechslungsreiche Wetter gehört zu einer richtigen London-Reise einfach dazu – empfiehlt sich ein Ausflug nach Greenwich. Dort gibt es nebst dem reizenden Stadtteil die »Royal Museums Greenwich« – ein Komplex mit dem grössten maritimen Museum der Welt, einem interaktiven Museumsschiff und Londons einziges Planetarium. Hier in der Sternwarte von Greenwich, dem einstigen Zentrum der britischen Marine, verläuft der Nullmeridian, der die Welt in eine westliche und östliche Hemisphäre teilt und wo die Zeit auf null gesetzt wurde. Danach wurde auch die Zeitzone »Greenwich Mean Time« (GMT) benannt.
Afternoon Tea
Wer die Füsse nach all diesen Ausflügen während einer urbritischen Tradition – beim Afternoon Tea – entlasten möchte, dem empfehle ich den Besuch im Luxus-Hotel »The Goring« im Stadtteil »Belgravia«. Das über 100 Jahre alte Hotel bietet jeweils nachmittags einen Afternoon-Tea der Extraklasse. Entsprechend ist auch das Extra-Portemonnaie mitzunehmen… Hier heisst es für einmal: »Aufwarten und Tee trinken.«
Lage, Lage, Lage!
Wo man wohnt, ist in einer so grossen Stadt wie London keine triviale Angelegenheit. Man sollte sich zuerst gut überlegen, was man für Pläne hat, bevor man sich auf einen Stadtteil festlegt und dann die Suche eingrenzt. Als Ausgangspunkt für die Erkundung Londons bevorzuge ich persönlich die Gegend um den Trafalger Square, weil man hier in Gehdistanz zu vielen wichtigen Museen ist, es viele Restaurants gibt und auch die naheliegenden Parks sind in nur wenigen Minuten erreichbar. Die Lage der Unterkunft ist nicht zu unterschätzen!


