Myanmar – Pagoden, neugierige Blicke und der Inle-See
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Myanmar – Pagoden, neugierige Blicke und der Inle-See

Unterwegs5 Min. Lesezeit

Goldene Pagoden, ein Ballon über den Tempeln und Häuser auf Pfählen: Zwischen den grossen Sehenswürdigkeiten bleiben Marionetten, Marktleben und Begegnungen am Weg in Erinnerung.

Eine Reise durch Myanmar: von Yangons Shwedagon-Pagode und den Tempeln von Bagan, zur ehemaligen Königsstadt Mandalay, zu Begegnungen unterwegs und den Wasserwegen am Inle-See.

Yangon: Gold, Licht und gelebter Glaube

Die Shwedagon-Pagode in Yangon zeigt sich als eine Welt aus goldenen Spitzen, reich verzierten Dächern und kleinen Schreinen. Auf dem Foto des Pagodenhofs stehen die Menschen zwischen den glänzenden Bauten. Die hellen Bodenplatten lassen den Blick durch die Anlage wandern; darüber drängen sich die vielen Formen der Architektur.

Besucher und Mönche sind zwischen den Schreinen unterwegs. Die religiöse Anlage ist nicht nur eine Sehenswürdigkeit, sondern ein Ort des gelebten Glaubens. Gerade das Nebeneinander von monumentalen Bauten und Menschen auf ihrem Weg macht diese Aufnahme lebendig.

Reinigung des Marmorbodens in der Shwedagon-Pagode in Yangon
Koordinierte Reinigung des Marmorbodens in der Shwedagon-Pagode in Yangon

Am Irawadi: Leben am grossen Strom

Zwischen Yangon und Bagan liegt der Irawadi, der grosse Strom Myanmars. Auf der Aufnahme breitet sich das Wasser in weiten Schlingen aus: Sandbänke und Grasinseln teilen den Fluss, Fischerzüge spannen ihre Netze, und am Horizont zieht sich ein Waldsaum unter wuchtigen Wolken entlang. Ein einzelner, abgestorbener Baum ragt aus dem Wasser – ein markantes Zeichen in dieser weiten Landschaft.

Am Ufer hat sich eine Gruppe von Menschen versammelt. Sie stehen dicht beieinander am Wasser, im Vordergrund liegen alte Holzstämme im Gras. Der Irawadi ist hier kein Postkartenmotiv, sondern Lebensraum und Verkehrsweg zugleich – und die Begegnung am Ufer zeigt, wie selbstverständlich die Menschen am Strom leben.

Blick über den Irawadi mit einem einzelnen Baum im Wasser und einer Gruppe am Ufer
Am Ufer des Irrawaddy

Bagan: ein Ballon über den Tempeln

Ein roter Heissluftballon schwebt über den Bäumen und Tempeln von Bagan. Unter ihm verteilen sich die Bauwerke über eine weite, grüne Landschaft. Der Blick aus der Höhe bringt eine andere Ordnung in das Bild: Tempelspitzen, Baumgruppen und Wege bilden gemeinsam ein Muster, das sich am Boden nur ausschnittweise erfassen lässt.

Eine weitere Aufnahme zeigt einen hellen Tempel zwischen rötlichen Backsteinmauern und Bäumen. Seine aufsteigende Spitze hebt sich deutlich vom Grün ringsum ab. Im Hintergrund verschwinden weitere Bauwerke im Dunst. Bagan wirkt hier nicht wie ein einzelnes Denkmal, sondern wie eine Landschaft, deren Tempel überall gegenwärtig sind.

Ein roter Heissluftballon über den Tempeln von Bagan
Über den Tempeln von Bagan
Ein heller Tempel zwischen Backsteinmauern und Bäumen in Bagan
Im Heissluftballon unterwegs über Bagan

Marionetten: kleine Figuren mit grossem Ausdruck

Nach den weiten Tempelansichten führt der Blick näher heran. In einer Reihe hängen bunt gekleidete Marionetten mit bemalten Gesichtern. Kopfbedeckungen, Schmuck und Stoffe geben jeder Figur einen eigenen Ausdruck. Die dünnen Fäden darüber lassen erahnen, wie aus den ruhenden Figuren bewegte Gestalten werden können.

Das Foto hält die vielen Einzelheiten fest: unterschiedliche Farben, fein gearbeitete Gesichter und sorgfältig gestaltete Kostüme. Diese kleine Welt bildet einen reizvollen Kontrast zu den grossen religiösen Bauwerken der Reise.

Farbenfrohe Marionetten aus Myanmar
Farbenfrohe Marionetten aus Myanmar

Glaube im Alltag

Beim Almosengang begegnen Mönche Menschen am Strassenrand. Gaben werden überreicht, Schalen gehalten, Blicke ausgetauscht. Nach den goldenen Pagoden zeigt dieses Bild den Glauben in einer alltäglichen Handlung. Nicht das Bauwerk, sondern die Begegnung steht im Mittelpunkt.

Eine andere Aufnahme zeigt eine buddhistische Nonne beim Essen. Sie sitzt mit ihrem Geschirr an einer Hauswand. Der ruhige Augenblick ist ebenso Teil der Fotoreise wie die festlichen Anlagen. Daneben richtet sich der Blick auf das Gesicht einer hellen Buddhafigur: ein stilles Motiv zwischen den Bildern des Alltags.

Eine Begegnung beim Almosengang
Eine Begegnung beim Almosengang
Eine buddhistische Nonne beim Essen
Eine buddhistische Nonne beim Essen
Das Gesicht einer Buddhafigur aus Marmor
Buddhafigur aus Marmor

Mandalay: neugierige Blicke und Begegnungen

In Mandalay bleiben neben den Sehenswürdigkeiten auch die Begegnungen mit den Menschen in Erinnerung. Unter einem Dach aus geflochtenem Material drängt sich eine Kindergruppe vor die Kamera. Manche schauen neugierig, andere eher zurückhaltend. Auf einigen Gesichtern ist die helle Thanaka-Paste zu erkennen, die in Myanmar zum Alltag gehört.

Eine Kindergruppe mit neugierigen Blicken in Mandalay
Eine neugierige Kindergruppe in Mandalay
Porträt einer Frau mit gewebtem Kopftuch in Mandalay
Gedankenlesen müsste man können...
Zwei Marktfrauen verkaufen frisches Gemüse in Mandalay
Marktfrauen in Mandalay

Weitere Aufnahmen aus Mandalay zeigen die Pracht der Pagoden und den Alltag dazwischen: Ein vergoldeter Tempelpavillon türmt sich in vielen Ebenen über Arkaden auf, deren Wände unten in glänzendem Rot gehalten sind. Daneben führen Mönche und Besucher in ruhigem Schritt über den hellen Pagodenhof – Gold, Farben und Menschen gehören hier zusammen.

Vergoldeter Tempelpavillon mit Arkaden und roten Sockeln
Vergoldeter Tempelpavillon mit roten Sockeln
Mönche und Besucher im Hof einer vergoldeten Pagode
Mönche und Besucher auf dem Pagodenhof

Die Namen und Geschichten der Kinder sind dem Bild nicht zu entnehmen. Ihre Präsenz erinnert dennoch daran, dass eine Reise nicht nur aus Sehenswürdigkeiten besteht. Auch ein kurzer Moment am Weg kann eine bleibende Erinnerung werden.

Kinderschar am Strassenrand
Kinderschar am Strassenrand
Blick von Pindaya über weisse Pagoden, den See und die Hügel
Blick von Pindaya über den See

Kalaw: zwei Jungen auf ihren Rindern

Von Mandalay führt die Route weiter nach Kalaw im Shan-Hochland. Abseits der Städte öffnet sich der Blick über Felder, Wiesen und sanfte Hügel. Zwei Jungen stehen auf dem Rücken ihrer grasenden Rinder – ein überraschender und eindrücklicher Moment in dieser weiten Landschaft. Die Tiere ziehen ruhig weiter, während die Jungen das Gleichgewicht halten und einer von ihnen zur Kamera blickt.

Zwei Jungen stehen auf dem Rücken grasender Rinder bei Kalaw
Beste Aussichten...

Inle-See: Häuser, Wasserwege und Marktleben

Am Inle-See führt die Fotoreise zwischen Pfahlhäusern und schmalen Wasserwegen weiter. Die Gebäude stehen über dem Wasser, und Boote verbinden die Häuser. Auf der Aufnahme vom Kanal öffnet sich der Blick zwischen den Bauten; am rechten Bildrand liegen weitere Häuser und Gegenstände des Alltags dicht am Wasser.

Auf dem Markt kehren die kräftigen Farben zurück. Gemüse liegt in Körben und auf Unterlagen, Verkäuferinnen sitzen neben ihren Waren. Über ihnen spannen sich helle und farbige Planen. Hier zählt der nahe Blick auf Gesichter, Hände und die vielen unterschiedlichen Formen der angebotenen Lebensmittel.

Vier Frauen in farbenfroher Kleidung stehen auf einer Holzterrasse am Inle-See. Gestreifte Oberteile, lange Röcke und dunkle Kopfbedeckungen prägen das Bild; dahinter stehen Holzhäuser auf Pfählen. Die Begegnung ergänzt die Ansichten vom Wasser und vom Markt um einen weiteren persönlichen Moment.

Vier Frauen in farbenfroher Kleidung auf einer Holzterrasse am Inle-See
Farbenfrohe Trachten am Inle-See

Eine weitere Aufnahme zeigt Holzhäuser auf Pfählen im warmen Licht. Ihre Spiegelungen liegen im ruhigen Wasser, während das Ufer und die Berge dahinter zurücktreten. Bevor die Reise an die Küste weiterführt, bleibt hier noch einmal Zeit für einen stillen Blick über den See.

Pfahlhäuser und ein schmaler Wasserweg am Inle-See
Pfahlhäuser und ein schmaler Wasserweg am Inle-See
Gemüse in allen Variationen und Gespräche auf dem Markt
Gemüse in allen Variationen und Gespräche auf dem Markt
Ein Hotel am Inle-See auf Pfählen gebaut
Eines der auf Pfählen gebauten Hotels am Inle-See 

Ngapali: Reiseausklang zwischen Palmen und Meer

Zum Abschluss führt die Reise nach Ngapali an die Küste des Golfs von Bengalen. Nach den Pagoden, den Begegnungen unterwegs und den Wasserwegen am Inle-See wechselt die Szenerie: Palmen, heller Sand und das offene Meer bestimmen nun das Bild. Ein weiss-roter Bus mit hölzerner Einstiegstreppe steht vor dem Resort – ein charaktervolles Fahrzeug, das ebenso in Erinnerung bleibt wie der Strand.

Ein weiss-roter Bus mit hölzerner Einstiegstreppe unter Palmen in Ngapali
Ein Bus unter Palmen in Ngapali

Die Bucht zieht sich in einem weiten Bogen am Ufer entlang. Menschen stehen im flachen Wasser, ein kleines Boot liegt nahe am Strand, und hinter dem Sand beginnt das Grün der Küste. Ngapali bildet den ruhigen Schluss dieser Reise durch Myanmar: Statt Tempelspitzen und Stadtleben bleiben zum Abschied Wasser, Weite und ein langer Sandstrand.

Heller Sandstrand und eine weite Bucht in Ngapali
Die weite Strandbucht von Ngapali

Die Route der Myanmar-Reise

6 Orte

  1. 1Yangon — Shwedagon-Pagode
  2. 2Bagan — Tempelfelder
  3. 3Mandalay — Die letzte Königsstadt
  4. 4Kalaw — Bergstation auf dem Weg zum Inle-See
  5. 5Inle-See — Pfahlhäuser, Wasserwege und Marktleben
  6. 6Ngapali Beach — Strand am Golf von Bengalen

Kartendaten: OpenStreetMap-Mitwirkende

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