Oslo: Zwischen Schloss, Festung und Kunst am Wasser
Die Reise vom 29. Juni bis 5. Juli 2014 beginnt in Oslo. Vor dem Königlichen Schloss steht das Reiterstandbild von Karl Johan. Fahne, Schlossfassade und der weite Himmel bilden den Auftakt einer Woche, in der das Wasser immer wieder den Blick bestimmt.
Vom Hafen aus zeigt sich die Festung Akershus auf der anderen Seite des Wassers. Ein Segelboot zieht vor den alten Mauern vorbei. Beim Astrup Fearnley Museum begegnen sich Kunst und Hafenarchitektur: Schon der Schriftzug auf der Holzfassade setzt einen eigenen Akzent.
Nordwärts: Die Küste aus der Luft
Der Flug nach Norden eröffnet eine neue Perspektive. Inseln, schmale Wasserarme und steile Berge zeichnen eine Küste, die kaum gerade Linien kennt. Auf den Gipfeln bleiben selbst Ende Juni helle Schneefelder liegen. Nach der Hauptstadt wirken die kleinen Siedlungen zwischen Fels und Meer wie Farbpunkte in einer weiten Landschaft.
Mit der Richard With zu den Lofoten
An Bord der Richard With wird die Küste zum stetig wechselnden Begleiter. Die norwegische Flagge flattert über der Heckwelle, ein Leuchtturm steht vor den Bergen, und das lange Sommerlicht legt einen silbernen Streifen aufs Meer. Die Sonne scheint am roten Schiffsrumpf vorbei – ein kleiner Moment, der ebenso in Erinnerung bleibt wie die grossen Panoramen.
Am Kai bleibt Zeit für ein Foto vor dem Schiff. In Svolvær liegen die Boote vor den markanten Bergen der Lofoten. Dicht am Wasser stehen die Häuser, dahinter steigen die Felsflanken steil an. Unterwegs wechseln geschützte Buchten und offene Wasserflächen; vom Deck aus wird die Landschaft nie ganz dieselbe.
Tromsø: Klare Formen und farbige Häuser
Tromsø empfängt mit Häusern am Wasser, der Brücke über den Tromsøysund und Bergen im Hintergrund. Die Eismeerkathedrale setzt mit ihrer dreieckigen Silhouette einen unverwechselbaren Akzent. Zwischen Bäumen wirken die hellen, aufstrebenden Flächen beinahe wie ein eigenes Stück Landschaft.
In den Strassen bringen rote und gelbe Holzfassaden Farbe in den Stadtspaziergang. Nach den weiten Blicken vom Schiff lohnt sich hier der nähere Blick auf Fenster, Türen und die dicht gereihten Häuser.
Noch einmal über Berge und Fjorde
Vor dem nächsten Flug fällt das Porträt von Greta Garbo auf dem Leitwerk auf. Bald darauf liegen die Berge unter dem Flugzeugflügel: Schneefelder, tiefe Täler und verzweigte Wasserarme. Die Luftaufnahmen ergänzen die Ansichten vom Schiff. Was vom Meer aus als einzelne Bergwand erscheint, wird von oben Teil eines grossen Geflechts aus Inseln, Höhenzügen und Fjorden.
Ein Blick über einen Hafen zeigt das Nebeneinander von Stadt und Landschaft besonders deutlich. Häuser, Kais und Boote nehmen nur einen schmalen Streifen ein; gleich dahinter bestimmen Wasser und Berge das Bild.
Trondheim: Speicherhäuser und steinerne Geschichte
In Trondheim stehen die farbigen Speicherhäuser dicht am Fluss Nidelva. Ihre Fassaden spiegeln sich im Wasser; Rot, Gelb und helle Holztöne geben der Häuserzeile ihren Rhythmus. Nach den Küstenpanoramen rückt die Stadt wieder näher heran.
Der Nidarosdom setzt einen anderen Schwerpunkt. Türme, Bögen und Figuren verdichten sich zu einer eindrücklichen Fassade. Zwischen den Speicherhäusern am Fluss und der steinernen Architektur zeigt Trondheim zwei sehr unterschiedliche Seiten seiner Geschichte.
An den Fjorden: Grüne Ufer, eine Holzkirche und Brücken
Auf der Weiterreise begleiten uns grüne Ufer und kleine Ortschaften am Wasser. Eine helle Holzkirche steht mit ihrem Friedhof zwischen Bäumen und Fjord. Der schlanke Turm, die gelben Einfassungen und die Schieferdächer heben sich klar vom blauen Himmel ab.
Eine Hängebrücke spannt sich über einen weiteren Wasserarm. Sie zeigt, wie eng Landschaft und Verkehrswege hier verbunden sind: Mal folgt die Reise dem Ufer, mal führt sie hoch über das Wasser hinweg. Dazwischen bleiben stille Blicke auf Häuser, Wiesen und bewaldete Hänge.
Ålesund: Stadt und Speicher am Wasser
Ålesund liegt zwischen Hafenbecken, Inseln und Hügeln. Von oben zeigt sich die kompakte Stadt mit ihren dicht stehenden Häusern und dem Meer auf beiden Seiten. Wolken liegen über den Bergen, während die Fassaden am Hafen Farbe in die Aussicht bringen.
Am Wasser stehen die historischen Speicher von Oluf Holm. Blaue und weisse Holzfassaden, rote Tore und ein kleines Boot geben dieser Ansicht einen ganz anderen Massstab als das Panorama von oben. Später liegt die Nordkapp im Abendlicht auf dem Fjord; ihre Lichter spiegeln sich im ruhigen Wasser.
Bergen und die Flåmsbahn: Ein abwechslungsreicher Abschluss
In Bergen führen die Bilder zu den charakteristischen Giebelfassaden von Bryggen. Die farbigen Häuser stehen unmittelbar am Hafen, dahinter steigen weitere Häuserreihen den Hang hinauf. Nach den vielen Landschaftsblicken setzt diese historische Hafenfront einen vertrauten und zugleich unverwechselbaren Schlusspunkt.
Mit der Flåmsbahn kommt zum Abschluss noch einmal eine andere Art des Reisens hinzu. Die grünen Wagen stehen am Bahnhof zwischen Bergen und Oberleitungen. In Erinnerung bleibt die Vielfalt dieser Woche: Oslo, die Küstenfahrt mit der Richard With, die Lofoten und Tromsø, Trondheim, Ålesund und Bergen – verbunden durch Wasser, Berge und das lange Licht des nordischen Sommers.

