Skisafari Südostalpen – von den Dolomiten ins Engadin
Zurück zu den Reiseberichten

Skisafari Südostalpen – von den Dolomiten ins Engadin

Ski8 Min. Lesezeit

Zwölf Reisetage, elf Skitage, 8+ Skigebiete: Cortina, Alta Badia, Val Gardena, Sella Ronda, Madonna di Campiglio, Bormio, Livigno und zum Abschluss St. Moritz.

Wer im Alpenraum oder in Übersee Ski fahren will, hat die Qual der Wahl. Unzählige Skigebiete überbieten sich gegenseitig mit noch mehr Pistenkilometern und noch moderneren Anlagen. Wohin also? Eine Passion fürs Skifahren und etwas Entdeckergeist vorausgesetzt, sind «Skisafaris» eine ideale Art, sich einen Überblick zu verschaffen und die Auswahl für die nächsten Skiferien zu erleichtern.

Das Konzept

Je eine solche Skisafari mit einer Reisedauer zwischen 11 und 21 Tagen habe ich in den Wintersaisons 2024 bis 2026 in den USA, Italien und Frankreich in kleinen Gruppen mit Freunden organsiert. In den grösseren Skigebieten waren zwei bis maximal drei Skitage vorgesehen, in den kleineren und mittleren ein Skitag. Mehrheitlich fuhren wir auf präparierten Pisten; gelegentliche Abstecher ins unpräparierte Gelände waren auch dabei, aber nie Pflicht. 

Der Transport zwischen den Skigebieten erfolgt je nach Teilnehmerzahl und Situation mit Privatautos (Italien) oder in gemieteten Minibus/Vans (USA, Frankreich). Gewohnt haben wir in Hotels oder gemieteten Wohnungen oder Chalets. Die nachstehend beschriebene Reise ist eine dieser Skisafaris. Die beiden weiteren Reisen sind in  separaten Reiseberichten beschrieben.

Südostalpen: 12 Reisetage, 11 Skitage, 8+ Skigebiete

Vom 27. Februar bis 10. März 2025 entdeckten wir sieben der bekanntesten Skigebiete Italiens und schlossen die Reise mit zwei Skitagen im Engadin ab. Trotz des vielseitigen Programms waren insgesamt nur fünf Hotelwechsel nötig – das bedeutete spürbar weniger Hektik.

Cortina d'Ampezzo

Die Anreise führte über Innsbruck nach Cortina d'Ampezzo (450 km, rund 6 Stunden 30). Das malerische Bergdorf in den Dolomiten ist bekannt für seine atemberaubende Landschaft und die mondäne Atmosphäre. Das Skigebiet bietet über 120 Pistenkilometer und moderne Anlagen, die Anfänger wie erfahrene Skifahrer begeistern. Dazu eine charmante Innenstadt mit exklusiven Geschäften, guten Restaurants und lebhaftem Après-Ski.

Verschneite Dolomitengipfel über Cortina d'Ampezzo
Wintermorgen über Cortina d'Ampezzo – die Dolomiten im ersten Licht
Felstürme der Cinque Torri im Schnee
Die Cinque Torri über den Pisten von Cortina

Grödnertal und Sella Ronda

Am dritten Tag ging es am späteren Nachmittag direkt von der Piste in Cotina weiter nach Wolkenstein (58 km, 1 Stunde 26). Das Val Gardena in Südtirol ist Teil des berühmten Sella-Ronda-Kreislaufs – mit über 500 Pistenkilometern eines der grössten Skigebiete der Alpen. Die Saslongpiste von der Bergstation Campinoi hinunter nach St. Christian gehört dabei natürlich zum Pflichtprogramm. Die Sella Ronda lässt sich an einem Tag im oder gegen den Uhrzeigersinn umrunden. Für einen Abstecher ins Skigebiet von Alta Badia, unter anderem für die Befahrung der eindrücklichen Weltcuppiste Gran Risa, hatten wir sogar auch noch Zeit. Die lokale ladinische Kultur - die Sprache ist mit dem Romanischen verwandt -  und eine hervorragende Küche trugen zu einem tollen Aufenthalt bei.

Drei Skifahrer auf der Sonnenterrasse einer Berghütte
Mittagspause auf 2'250 Metern – Baita Troier Hütte oberhalb von Santa Christina im Grödnertal

Madonna di Campiglio

Nach drei Tagen in Gröden folgte der Transfer nach Madonna di Campiglio (147 km, 2 Stunden 30). Das Gebiet im Trentino erstreckt sich über rund 150 Pistenkilometer, mit modernen Anlagen, bestens präparierten Abfahrten und guten Freeride-Möglichkeiten. Der Ort verbindet alpine Eleganz mit internationaler Atmosphäre.

Gondelbahn Pinzolo vor verschneiter Bergkette
Mit der Funivia Pinzolo hinauf ins Gebiet von Madonna di Campiglio

Bormio

Weiter ging es ins Veltlin nach Bormio (100 km, 2 Stunden 15). Rund 100 Pistenkilometer, darunter die berühmte Weltcupabfahrtsstrecke "Stelvio", ausgezeichnete Verhältnisse und beeindruckende Ausblicke liessen uns jede Abfahrt geniessen. Auch die historische Altstadt und die traditionelle Küche lohnen einen Halt.

Skispitzen auf präparierter Piste über dem Tal von Bormio
Erste Schwünge hoch über Bormio im Veltlin

Livigno

Von Bormio sind es nur 37 km (50 Minuten) nach Livigno. Das sonnige Hochtal auf rund 1'800 Metern bietet etwa 115 Pistenkilometer, hervorragende Schneeverhältnisse dank der Höhenlage, eine lange Saison. Viele Anlagen wurden im Vorfeld der Olympischen Winterspiele von 2026 komplett erneuert.

Breite Schneehänge und Liftanlagen über Livigno
Weite Hänge über Livigno – Schnee bis weit ins Frühjahr

Finale im Oberengadin

Über Zernez erreichten wir Celerina. Zwei Skitage in Corviglia und Corvatsch schlossen die Reise ab: St. Moritz auf 1'856 Metern verbindet traditionellen Charme mit modernem Komfort, dazu kommen erstklassige Restaurants und ein lebhaftes Nachtleben. Am zwölften Tag ging es am späteren Nachmittag zurück nach Zürich (200 km, 2 Stunden 50).

Von den Dolomiten ins Engadin

7 Stationen – von Innsbruck bis St. Moritz

  1. 1InnsbruckAnreise
  2. 2Cortina d'AmpezzoDolomiten
  3. 3Sella Ronda / Val Gardena
  4. 4Madonna di Campiglio
  5. 5Bormio
  6. 6Livigno
  7. 7St. MoritzEngadin, Abschluss

Kartendaten: OpenStreetMap-Mitwirkende

Weitere Berichte

Ewige Sonne über eisigem Meer

Unterwegs

Ewige Sonne über eisigem Meer

Tromsø jenseits des Polarkreises: Mitternachtssonne, stille Fjorde und ein warmes Licht, das selbst spät in der Nacht nicht vergeht.