Oklahoma: Wo der Westen beginnt
Schon das Nummernschild macht klar, dass Oklahoma stolz auf seine Geschichte und seine indigene Prägung ist. Auf unserer Reise begegneten wir aber auch dem Bild des Wilden Westens, das bis heute gepflegt wird. Bald liessen wir die Stadt hinter uns und fuhren hinaus in die Weite.
Im Wichita Mountains Wildlife Refuge zeigte sich die Landschaft von ihrer schönsten Seite. Zwischen Granitkuppen und Grasland lagen Bisons in der Sonne, Longhorn-Rinder zogen über die Ebene und Präriehunde hielten vor ihren Bauten Wache.
Tulsa zwischen Art déco und Gartenkunst
Tulsa überraschte mit einer selbstbewussten Skyline und eindrucksvollen Gebäuden aus der Zeit des Ölbooms. Einen ruhigen Gegenpol bildete das Philbrook Museum of Art: eine ehemalige Villa im Stil einer italienischen Renaissance-Residenz, umgeben von gepflegten Terrassen und Gärten.
Arkansas: Seen, Geschichte und eine Welt unter Tage
In Arkansas änderte sich das Landschaftsbild. Wälder, Seen und die Hügel der Ozarks bestimmten die Fahrt. Unterwegs begegneten wir auch der Kultur der amerikanischen Ureinwohner – nicht als fernes Kapitel, sondern als Teil der Geschichte dieser Region.
Eine willkommene Abkühlung bot eine der Tropfsteinhöhlen in den Ozarks. Stalaktiten und mächtige Kalksteinformationen verwandelten den Untergrund in eine eigene, geheimnisvolle Landschaft.
Missouri: Das Tor zum Westen
In St. Louis markiert der Gateway Arch den historischen Ausgangspunkt vieler Reisen nach Westen. Je nach Blickwinkel wirkte der 192 Meter hohe Bogen filigran oder monumental – und manchmal verschwand seine Spitze beinahe in den Wolken.
Dem Ohio entlang nach Kentucky
Von Missouri führte die Reise ostwärts an den Ohio. In Tell City erinnerte nicht nur der Ortsname an die Schweiz. Vor der City Hall stand Wilhelm Tell mit Walterli – ein unerwartetes Wiedersehen mit dem Nationalhelden fern der Heimat.
Louisville empfing uns mit zwei Wahrzeichen, die unterschiedlicher kaum sein könnten: dem überdimensionalen Baseballschläger vor dem Louisville Slugger Museum und dem historischen Raddampfer «Belle of Louisville» auf dem Ohio.
Ein Renntag in Churchill Downs
Kentucky ist Pferdeland, und Churchill Downs sein berühmtestes Schaufenster. Die weissen Tribünen mit den markanten Zwillingstürmen, die Jockeys in ihren farbigen Rennseiden und die gespannte Stimmung vor dem Start machten den Besuch zu einem der Höhepunkte der Reise.
Bluegrass Country und Bourbon
Rund um Lexington reihten sich weisse Zäune, gepflegte Weiden und stattliche Gestüte aneinander. Pferde sind hier nicht bloss Sport, sondern Landschaft, Wirtschaft und Lebensgefühl zugleich.
Zur Kultur Kentuckys gehört auch der Bourbon. In den Lagerhäusern reift er jahrelang in ausgekohlten Eichenfässern. Der Duft von Holz und Whiskey, die dunklen Fassreihen und das gemächliche Tempo der Reifung bildeten den passenden Schlusspunkt unserer Reise.

